
| Windeinflüsse Sonnen- und Windschutz-Systeme erfüllen sehr vielfältige Wünsche und Anforderungen. Da sie Tag für Tag der Sonne, dem Wetter und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, werden sie aus speziell wetterfesten Materialien hergestellt. Bei richtiger Anordnung zwischen Leibungen unmittelbar vor dem Fenster und unter Beachtung der empfohlenen Maximalmasse können die Systeme ihre Funktionen auch bei Windeinfluss garantieren. Gebäudeströmungen Die Strömungsverhältnisse am Gebäude sind äusserst komplex und sowohl von der Geometrie des Gebäudes als auch von der Beschaffenheit der weiteren Umgebung abhängig. Beispiele: Wie aus diesen Darstellungen ersichtlich ist, können an exponierten Stellen auch bei tiefen Windgeschwindigkeiten grosse Windkräfte auftreten. Ohne spezielle Vorkehrungen können diese Kräfte Beschädigungen verursachen. Schutz vor Windschäden/Massnahmen Die Sonnen- und Windschutz-Systeme sind für bestimmte maximale Windgeschwindigkeiten ausgelegt (vgl. Tabelle unten). Bei einer Überschreitung der zulässigen Windgeschwindigkeit muss das Produkt hochgefahren werden. Alle Anlagen, d.h. manuelle bediente und motorengetriebene, unterliegen der Eigenverantwortung des Anwenders. Motorengetriebene Sonnen- und Wetterschutz-Systeme können von Windwächtern gesteuert werden. Die Anordnung der Windwächter ist entscheidend. Je nach Gebäudeform ist eine Unterteilung in Fassadenabschnitte mit mehreren Windwächtern nötig. Diese sind so zu installieren, dass der tatsächlich am Produkt angreifende Wind gemessen wird. Ausserdem muss gewährleistet sein, dass die Funktionen im Winter nicht durch Schnee und Eis beeinträchtigt werden. Achtung: Bei verschiedenen Lieferanten für das gleiche Objekt ist der Koordination bereits bei der Planung besondere Beachtung zu schenken. Checkliste: - Gesteuerte Storensysteme mit Windwächtern versehen - Grosse Angriffsflächen vermeiden - Grenzabmessungen situativ verringern - Produkte zwischen den Leibungen einbauen - Seitliche Blenden anbringen - Bei Stoffstoren die Fläche durch Querstäbe unterteilen - Das geeignete Produkt auswählen - Korrdination zwischen den Lieferanten in der Planungsphase Anforderungsklassen Windgeschwindigkeit bei geschlossenem Fenster: Klasse 1: 75-100 km/h Klasse 2: 40-75 km/h Klasse 3: < 40 km/h Rahmenbedingungen: - Max. Storenbreite und -fläche beachten - Storen zwischen Leibungen eingebaut - Kleine Distanz zum Fenster Zuordnung der Sonnen- und Wetterschutz-Systeme zu den Anforderungsklassen bei der Sturmsicherheit: - Raflamellenstoren ungebördelt 50mm: Klasse 3 - Raflamellenstoren gebördelt 60/80mm: Klasse 1 - Verbundraffstoren: Klasse 2 - Ganzmetallstoren: Klasse 1 - Rolladen/Faltrolladen: Klasse 1 - Klappladen/Schiebeladen: Klasse 1 - Knickarmmarkiesen: Klasse 3 - Stoffstoren: Klasse 3 Lösungen mit vorgehängt montierten Systemen sind zufolge der komplexen Strömungsverhältnisse an den Gebäuden punktuell höheren Windgeschwindigkeiten ausgesetzt und dadurch mit gewissen Risiken behaftet. |
